Ein sehr schöner Teil der digitalen Spiegelreflex-Fotografie ist meiner Meinung nach auch die Langzeitbelichtung. Hier hat man verschiedene Möglichkeiten seine Bilder auf die verschiedensten Arten zu kreieren. Die Einstellungen der Verschlusszeiten spielt hierbei eine ganz Wichtige Rolle, aber außen vor sollte man natürlich auch die anderen Einstellungen, wie den ISO-Wert nicht Automatisch einstellen lassen.

Was ist die Verschlusszeit?

Verschlusszeit, auch Belichtungszeit genannt, spielt neben dem ISO-Wert und der richtigen Blende auch eine große Rolle in der korrekten Belichtung eines Bildes.
Sie bestimmt wie lange die Blende offen ist, bzw. wie lange das Licht auf den Sensor fällt.
Unterschieden wird hier in der Regel zwischen kurzer Belichtungszeit und langer Belichtungszeit. Als Richtwert kann man sich merken, dass alles was unter 1/60Sek. ist, fällt unter kurze Verschlusszeit. Wie zum Beispiel 1/200 Sekunde oder 1/1250 Sek.. Belichtet man jedoch länger, spricht man von einer langen Belichtungszeit. Hierfür wird ein Stativ empfohlen um Verwacklungen zu vermeiden.

Wofür verwendet man die kurze Belichtungszeit?

Es kommt immer auf das Motiv an, das man gerade fotografieren möchte.
Bei Sportfotografie arbeitet man zum Beispiel mit kurzer Verschlusszeit, da man das Objekt bzw. den Sportler einfangen will, auch einfrieren genannt:
Da wird oft ein Belichtungswert von 1/1250 Sekunde genommen oder kürzer, um die Szene super einfangen zu können. Ein anderes Beispiel hierfür wäre ein Springbrunnen, um das Wasser in einem eingefrorenen Effekt darzustellen.

Im welchen Bereicht braucht man die lange Verschlusszeit?

Auch hier kommt es immer auf die Situation drauf an.
Zum Beispiel bei Nachtaufnahmen, um alle Lichter und Details einfangen zu können, wird lange belichtet, somit nimmt der Sensor das Licht und man bekommt schöne Details und ein schönes Bild von der Stadt. Hier kann bis zu 30 Sekunden, bei Canon EOS 600D belichtet werden, es gibt jedoch den Bulb Modus, der uns die  manuelle Dauer für die Belichtung via. Funkauslöser , z.B. Canon RC-6, ermöglicht. Bei einer langen Verschlusszeit arbeitet man grundsätzlich mit einem Stativ.

Muss ich die Verschlusszeit selber einstellen?

Nein, natürlich nicht, wenn man mit der Blendenvorwahl (bei Canon AV) arbeitet, dann wird die Verschlusszeit automatisch von der Kamera eingestellt. Hier muss man nur beachten, dass der ISO-Wert nicht zu hoch eingestellt ist, um Rauschen zu vermeiden. Die Kamera misst die Umgebung und gibt eine Belichtungszeit vor.
Belichtungszeit bei dem TV Modus (Canon) muss manuell eingestellt werden und beim Manuellen Modus sowieso.

Wie gelingen uns solche Nachtaufnahmen?

Photograph Fontana - variazioni by Vadim Vorster on 500px

Im Grunde ist das ganz Einfach, jedoch gibt es auch eine Tipps und Tricks, die man beachten kann:

Hier steht die Kamera auf dem Stativ um uns die Lange Belichtung ermöglichen zu können.
Ausgelöst wird über den Funkauslöser mit einer Verschlusszeit von 10 Sekunden.
Funkauslöser, weil durch das Auslösen von der Kamera würde man Verwacklungen riskieren. Wenn man keinen Funkauslöser hat, kann man natürlich auch über den Automatischen Auslöser auslösen, zum Beispiel 2 Sekunden oder 10 Sekunden hat man dann Zeit, um dafür zu sorgen, dass das Stativ sich nicht bewegt.
Ein weiterer Tipp ist den ISO-Wert so gering wie möglich zu halten, z.B ISO-100 oder bis zu 800, bei der Canon EOS 600d, zu verwenden um das Bildrauschen zu vermeiden oder gering zu halten.
Natürlich wird auch das Fotografieren im RAW Format empfohlen, da man bei der Nachbearbeitung, zum Beispiel in Adobe Lightroom oder in Adobe Photoshop mehrere Details noch rausholen kann.
Immer mehrere Bilder machen und verschiedene Belichtungszeiten ausprobieren um das bestmöglichste Ergebnis zu erzielen.

In dieser Kategorie gibt es einige Bilder mit Licht.