Prag – „Goldene Stadt der Tausend Türme“

Am 31.01.2015 machten wir uns auf den Weg nach Prag – „goldene Stadt der Tausend Türme“. In das von uns 250km entferne Prag, die Hauptstadt Tschechiens.

Unser Ziel ins Navigationssystem eingegeben, die Karlsbrücke Prag, die Vignette an das Fenster gepickt und schon kann die Fahrt losgehen. (Die Vignette braucht man für die Tschechische Autobahn und kann man für 12 Euro für 10 Tage erwerben.)

Parken in Prag

In Prag angekommen, nach mehreren kleinen „Raucherpausen“, machten wir uns gleich auf die Suche nach unserem Hotel. Es war unmöglich zusammen zum Hotel zu gehen, da es überhaupt keine Parkmöglichkeiten gibt und alles vollgestellt ist (Zentrum). Die Bereiche P1 usw. müssen vorerst reserviert werden, aber damit haben wir uns nicht befasst. In unserem „Hotel“, haben wir eine Parkmöglichkeit bekommen und zwar für 25 Euro die Nacht, ziemlich teuer für einen Hinterhofparkplatz. Aber wenigstens Sicher vor Diebstahl und die Anlage war Videoüberwacht.

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Das Hotel – Unterkünfte in Prag

Vom Einchecken bis zum Zimmer selbst mussten wir etwa 5 Minuten Fußmarsch auf uns nehmen, bis wir dann in einem Hinterhof ankamen mit Restaurant. Die Aussicht war schrecklich, vor allem wenn man bedenkt, dass es 100m von der Karlsbrücke entfernt ist und wir mit einer schöneren Aussicht gerechnet haben. Nun ja, das Zimmer bzw. das Apartment war gut eingerichtet, jedoch verwunderte uns die Bauweise. Küche, Dusche und Toilette in einem Raum abgetrennt durch Duschkabinentrennwände. Hauptsache das Wohnzimmer / Schlafzimmer war schön eingerichtet und war auch genug Platz für 3 Leute. Die Sachen niedergeschmissen und ab geht’s zum Essen.

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Essen in Prag – Speisen

Unterhalb unserer Apartments gab es ein kleines und sehr idyllisches Restaurant. Das Essen war sehr gut, und auch nicht besonders teuer. Es war etwas wenig aber im Grunde waren alle satt und wir konnten uns an die Sehenswürdigkeiten schmeißen. Später waren wir durch eine Promoterin in ein Restaurant gelockt worden. Man muss sagen das die tschechische Küche sehr gut ist und die Gastfreundschaftlichkeit einfach super. Es hat drin einfach alles gepasst und der Kellner sprach perfektes Deutsch und Russisch. Nach dem Bezahlen ist uns auf den Kassenzettel die Servicegebühr von 10% aufgefallen, was uns nicht so erfreut hat, da wir schon viel Trinkgeld da ließen.

Tourismus

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Unser Spaziergang startete an der Karlsbrücke (KarluvyMost), und erstreckte sich in die Altstadt von Prag. Es war beeindruckend, auch wenn die Frühjahrsangebote noch auf sich warten ließen, waren wir nicht allein. Wir waren sehr überrascht wie viele Touristen auch Ende Januar unterwegs waren, verschiedene Nationen und von Jung bis Alt, alles dabei. Es war ziemlich eng auf der Brücke und diese war voll von Touristen. Manche machten Bilder andere unterhielten sich und viele genossen einfach die Aussicht. Wir wollen gar nicht wissen wie es dann im Sommer aussehen mag, wenn noch mehr Touristen durch die Straßen Prags ziehen.

Sehenswürdigkeiten

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Unser erstes Ziel war wie oben erwähnt die Karlsbrücke, die wir unbedingt entlanglaufen wollten und Fotos davon schießen. Wie bei Tag so auch bei Nacht, wenn weniger Leute die Brücke passieren und die Beleuchtungen aktiv sind, dann ist es ein wunderschönes Bild. Natürlich konnten wir uns nicht davon abhalten lassen, auch die hohen Türme gegen eine Gebühr, direkt an der Brücke hochzugehen und die Aussicht von oben zu genießen. Menschenmassen klein wie Ameisen, in Gruppen oder auch alleine laufen über die Karlsbrücke. Von der anderen Seite sah man die Prager Altstadt, von der Burg Hradschin im Hintergrund gut präsentiert.

Unser Spaziergang wurde fortgeführt bis uns ein älterer Mann ansprach, der uns eine Fahrt durch Prag mit seinem Oldtimer andrehen wollte, für 60 Euro hatten wir uns die Möglichkeit die ganze Stadt mit ihm als Reiseleiter zu erkunden. Gesagt getan, so stiegen wir in sein Auto und es ging los.

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Wir fuhren an verschiedensten Sehenswürdigkeiten vorbei und er berichtete, sei es privat, geschichtlich oder aktuell über die Sehenswürdigkeiten mit etwas Spaß verbunden:

Karlsbrücke:

Diese Brücke zählt zu den ältesten Steinbrücken in Europa, begrenzt von zwei Türmen und nur von Fußgänger begehbar, kann man den Ausblick auf die wunderschöne Moldau genießen.

Prager Burg

Die Prager Burg auf dem Berg Hradschin, die seit 1000 Jahren nicht nur das politische und kulturelle Zentrum der Stadt ist, sondern auch der ganzen Nation. Im 9 Jahrhundert erbaut und mitte des 14. Jahrhunderts wurde der Veitsdom ergänzt, somit ist das Ganze ein zusammenhängender Komplex vieler Gebäuden, als eine Residenz des Präsidenten.

Der Wenzelplatz

Das ist einer der größten Plätze in Europa und mit seiner Länge von 700m wirkt es schon wie ein Boulevard. Früher auch Schauplatz großer Demonstrationen, wie 1968 und 1989. Heute in Barock oder Jugendstill gehalten und bis tief in die Nacht besuchte Wenzelplatz, ist immer einen Besuch wert, sei es zum Kaffee trinken oder zum Spazieren.

Aussichtsturm Petrin

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In Paris „Tour de Eifel“ und in Tschechien der Petrin Turm, verblüffende Ähnlichkeit. Benannt wurde der Turm nach dem Berg Petrin und ist sozusagen der Fernsehturm von Prag. Für Touristen ist dieser ebenfalls öffentlich. Entweder man besucht den Petrin Turm im Fußmarsch über 299 Stufen oder man fährt bequem mit der Seilbahn, was wir allerdings nicht mehr zeitlich geschafft haben.

Auch fuhren wir durch andere Sehenswürdigkeiten wie dem jüdischen Friedhof, Tanzendes Haus oder dem Nationaltheater.

Vorsicht vor Betrug

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Bevor wir gefahren sind wurden wir vor Taschendieben gewarnt und sollten unsere Wertsachen stets am Körper tragen, davon muss man allerdings sagen, haben wir nicht viel bemerkt und uns ist auch zum Glück nichts weggekommen.
Trotzdem sollte man bei Wechselstuben aufpassen, oft steht davor ein Verbrecher, der einen besseren Kurs anbietet aber nur große Scheine wechselt. Der Grund dafür ist das es sich mit einem 100er mehr lohnt wegzulaufen als für einen 10er. Oder man bekommt Falschgeld. Aber zum Glück wurden wir durch ein Schild an der Wechselstube drauf Aufmerksam und wechselten lieber bei der Wechselstube, die uns 27% Gebühren aufbrummte, diese gelben Wechselstuben sollte man meiden, gleich in der Straße der Karlsbrücke. Auch in Restaurants und an allen Stellen, wo man mit Euro bezahlen will, werden niedrige Kurse berechnet und somit verschenkt man sein Geld, was eine Frechheit ist.

Schlussfolgerung

Wir waren sehr begeistert von der Altstadt Prags und auch von dem Tourismus in Prag und genossen das Wochenende in vollen Zügen an der Prager Luft. Die schöne Altstadt und die ganzen Sehenswürdigkeiten überdecken den Wechselbetrug und die kriminellen Wechselgeschäfte der Leute. Die 25 Euro Parkgebühren pro Nacht sind zwar sehr hoch, dafür haben wir aber am Apartment mit 15 Euro pro Kopf ordentlich gespart und das im Zentrum 100m von der Karlsbrücke.

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One thought on “Prag – „Goldene Stadt der Tausend Türme“

  1. Das nenne ich mal einen sehr ausführlichen Bericht über Prag. Will im September auch nach Prag.

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