Graufilter

Verschiedene Namen wie ND-Filter, Neutralfilter oder Graufilter, jedoch nur eine Bedeutung und eine Funktion, die ich euch gerne näher bringen möchte.

ND-Filter, bedeutet so viel wie Neutralfilter und ist eigentlich nur eine Scheibe, die auf das Objektiv gesteckt oder geschraubt wird. Somit wird die Linse gleichzeitig bzw. gleichflächig abgedunkelt, um die Lichtmenge, die auf den Sensor fällt, zu reduzieren. Ich persönlich nenne diesen Filter eher „Sonnenbrille für die Kamera“.

Was genau passiert dadurch?

Wie oben schon erwähnt wird die Lichteinstrahlung verringert, somit sind auch beim Tageslicht und einer hellen Umgebung, längere Belichtungszeiten möglich.  Unterschieden wir hier durch die Dichte, der abgedunkelten Scheibe.  Wenn man sich zum Beispiel einen Wasserfall ansieht, dann wird durch so einen Graufilter, eine längere Verschlusszeit erzielt und somit wird das Wasser weich und samtig. Das ist ein sehr schöner Effekt, und wird meist bei Gewässern angewendet.

Anwendungsgebiet:

Hier bei diesem Beispielbild wurde ein ND Filter 1000 von Haida, verwendet. Es war sehr hell draußen aber trotzdem war eine Belichtungszeit von 30 Sekunden kein Problem und das bei einer Blende von 8. Doch was bedeutet ND Filter 1000. Die 1000 stehen für den Verlängerungsfaktor, hierbei beträgt die Dichte 3, somit wird nur 0,1% Licht durchgelassen. Somit eine starke Sonnenbrille. Vergleichbar wäre dies mit einer Abblendung von 10 Blendenstufen. Die Zahlen sind etwas verwirrend, jedoch gibt’s hierfür eine Tabelle, um sich da genauer orientieren zu können.

Hier noch ein Beispielbild:

Weitere Anwendungsbereiche:

Wie oben erwähnt wird diese Art von Filter meist bei Gewässerfotografie, wie Wasserfällen verwendet. Jedoch auch in der Architektur findet der Graufilter seinen Einsatzbereich. Und zwar wenn man Gebäude fotografiert oder Sehenswürdigkeiten, wo sehr belebt von Touristen sind. Hier erlaubt uns der ND Filter eine lange Belichtungszeit und somit können wir das Gebäude Minutenlang belichten um einfach Menschen unsichtbar zu machen. Das ist wie Zauberei, denn die Menschen verschwinden einfach, sofern die natürlich nicht die ganze Zeit auf einen Fleck bleiben.

Oft sieht man auch Straßen mit Lichtspuren von Autos, in ADAC Zeitschriften zum Beispiel. Hier wird genau die gleiche Technik verwendet: ND Filter drauf und schon kann die Kamera längere Verschlusszeiten, ohne überbelichten, gewähren. Somit ist dann auch am Tag so eine Aufnahme möglich.

Was ist zu beachten:

Je dunkler das Foto, desto schwieriger wird es, das Foto aus der Hand zu fotografieren, deshalb ist der wichtige Punkt ein Stativ.

Ein Funkauslöser ist auch super, um die Kamera beim Auslösen nicht zu berühren.

Zurück zu „Fotowissen“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>