Objektive und ihre Anwendungsgebiete

Objektive und ihre Anwendungsgebiete

Für jeden Zweck und jedes Motiv findet man im Handel das passende Objektiv. Doch gerade Fotografie-Anfänger sind schnell mit der riesigen Auswahl am Markt überfordert. Mit der folgenden Übersicht erhalten Sie einen schnellen Einblick in die Welt der Objektive.

Das Normalobjektiv

Beim Normalobjektiv entspricht die Brennweite in etwa der Diagonale des Films oder des integrierten Sensors. In vielen digitalen Spiegelreflexkameras findet das Kleinbildformat von 24 mm x 36 mm Anwendung, welches eine Diagonale von 43 mm besitzt. Allerdings haben sich dafür Normalbrennweiten von ca. 50 mm durchgesetzt. In der Praxis werden auch Brennweiten von 40 bis 60 mm beim Kleinbildformat als normal angesehen.

Dem Normalobjektiv wird nachgesagt, dass es der Sehgewohnheit des menschlichen Auges am Nächsten kommt und deswegen „normal“ sei. Inwiefern diese Aussage stimmt, darüber streitet sich noch heute die Fachwelt. Fakt ist, dass es die Welt zeigt wie sie ist, ohne auf spezielle Effekte wie zum Beispiel beim Fischauge zu setzen. Daher ist es hervorragend für den Alltagsgebrauch geeignet, da damit Portraits oder Landschaftsaufnahmen aufgenommen werden können, ohne Qualität einzubüßen.

Das Weitwinkelobjektiv

Ein Weitwinkelobjektiv besitzt einen größeren Bildwinkel und eine kürzere Brennweite als ein Normalobjektiv. Es umfasst beim Kleinbildformat also den Bereich zwischen 24 und 35 mm. Bei noch geringeren Brennweiten (12 bis 24 mm) wird auch vom Superweitwinkel gesprochen.

Weitwinkelobjektive sind vor allem für Landschafts- und Umgebungsaufnahmen sehr beliebt, da sie einen weiteren Bildausschnitt aufnehmen. Es passt einfach mehr auf das Bild. Doch nicht nur deswegen werden sie gerne genutzt, sondern auch wegen ihrer speziellen Tiefenwirkung. Entfernte Objekte wirken noch entfernter, während Nahes noch näher scheint. Perfekt für weite, großformatige Aufnahmen.

Fischaugenobjektiv

vavor.de - Bild 1 (Fish-Eye Objektiv)

Eine Unterart des Weitwinkelobjektivs, welches sich zunehmender Beliebtheit erfreut, ist das sogenannte Fischaugenobjektiv (auch „Fish Eye“). Im Grunde verzerrt es das Motiv und krümmt gerade Linien. Dabei deckt es allerdings einen sehr großen Bildwinkel ab, der jedes Superweitwinkelobjektiv in den Schatten stellt. Das Motiv wirkt gewölbt, so als würde es sich auf einer Kugel spiegeln. Wer viele Dinge auf ein Bild platzieren (z.B. in engen Räumen), einen Eindruck von Weite bei erhöhten Panoramen vermitteln (z.B. Rundumblick von einem Hochhaus) oder ungewöhnliche Bilder schaffen möchte, der kann dies mit einem Fish Eye Objektiv erreichen.

Das Teleobjektiv

Ein Teleobjektiv verfügt über eine längere Brennweite und einen kleineren Bildwinkel als ein Normalobjektiv. Man findet Beispielsweise feste Modelle mit 70, 200 oder 500 mm Brennweite. Aber auch Modelle mit Zoom haben sich weitestgehend durchgesetzt, da so das Motiv bequemer zurecht gerückt werden kann. Teleobjektive dienen vor allem dazu, weit entfernte Objekte näher heranzuholen und ähnlich wie in einem Fernglas zu vergrößern. Aus diesem Grund sieht man sie vor allem bei Sportreportern, die meist vom Spielfeldrand die weit entfernten Spieler nah heran zoomen müssen. Aber auch für Porträts und Detailaufnahmen (z.B. an Gebäuden) eignen sich die Teleobjektive, da sie das Motiv in den Fokus rücken, während der Hintergrund zunehmend verschwimmt.

Das Makroobjektiv

Marko Objektive und ihre Anwendungsgebiete

Makro Objektiv – Objektive und ihre Anwendungsgebiete

Das Wort „Makro“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „groß“. Darum geht es auch bei der Makrofotografie. Hierbei werden (vor allem sehr kleine) Objekte wie Insekten oder Blumen in einem Abbildungsmaßstab von etwa 1:1 abgelichtet. Herkömmliche Objektive bilden allerdings nur einen Maßstab von 1:7 bis 1:9 ab. Das heißt, das gewünschte Motiv wird sieben, acht oder neun Mal kleiner dargestellt als es in Wirklichkeit ist. Um einen Maßstab von 1:1 oder größer zu erreichen, benötigt man ein sogenanntes Makroobjektiv.

Doch Achtung! Nicht überall wo Makro draufsteht ist auch Makro drin. Einige Anbieter bewerben vor allem Zoomobjektive damit, dass sie makrofähig sind, wobei sie in der Regel nur einen Maßstab von 1:4 erreichen. Echte Makroobjektive sind (bis auf wenige Ausnahmen) fast nie Zoomobjektive, sondern mit festen Brennweiten (z.B. 60 mm, 100 mm, 180 mm) versehen. Je nachdem wie nah man an das Motiv herantreten kann, umso kürzer oder länger kann die Brennweite gewählt werden.

Das Zoomobjektiv und das Festbrennweitenobjektiv

Nun können noch die Zoomobjektive und Objektive mit einer Festbrennweite unterschieden werden. Letztere besitzen wie der Name schon sagt eine fest eingestellte Brennweite, während sich beim Zoomobjektiv die Brennweite variabel und meist stufenlos einstellen lässt. Sie eignen sich immer dann, wenn keine Zeit für einen Objektivwechsel ist oder wenn keine extremen Brennweiten (z.B. Makro) bedient werden müssen. Für den Alltag sind sie durchaus eine gute Alternative, um nicht unzählige Objektive mit verschiedenen Brennweiten kaufen zu müssen. Viele Fotografen schwören aber immer noch auf ihre Objektive mit Festbrennweiten, da sie weniger verzeichnen (verzerren) und lichtempfindlicher sind.

Dieser Beitrag wurde recherchiert und zur Verfügung gestellt von couporando.de – dem Portal, welches zahlreiche Gutscheine für den Bereich Fotografie und Druck im Repertoire hat.

Bildnachweis:

© Berlin, Spree (Sascha Kohlmann / Flickr, CC BY-SA 2.0)

© Ohne Titel (lambda_X / Flickr, CC BY-ND 2.0)

 

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